Essen ist in erster Linie eine Lebensnotwendigkeit, denn wir sind auf die Energiezufuhr in Form von Nahrung angewiesen.
Aber Essen ist so viel mehr als das.
Essen ist Nahrung für Körper und Seele. Unsere Ernährung hat einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit, sie beeinflusst aber auch unsere Psyche ganz entscheidend.
Auf körperlicher Ebene bedeutet Essen, unserem Organismus die Nährstoffe zuzufügen, die er benötigt, gleichzeitig aber auch, ihn vor Schädigungen zu schützen. Denn Essen hat zwei Seiten und stellt uns vor die Herausforderung, einen gesunden Mittelweg zu finden. Dabei ist es enorm schwierig, für uns, die unterbewusst noch von vielen „urzeitlichen Überlebensmechanismen“ gesteuert werden, dem Überangebot an Essbarem und der Manipulation durch die Lebensmittelindustrie zu widerstehen. Und so kann Essen auch krankmachen: Übergewicht, Diabetes, metabolisches Syndrom, Bluthochdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen.
Im Gegenzug kann die Ernährung uns aber auch dabei unterstützen, gesund zu bleiben oder Krankheiten zu behandeln, insbesondere wenn sie, wie in der TCM, als Teil der Medizin angesehen wird.
Ganz wichtig dabei ist, dass der Genuss am Essen nicht verloren geht, denn uns stehen eine unglaubliche Vielfalt an hochwertigen Lebensmitteln, unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Zubereitungsformen zur Verfügung. So öffnet Essen auch ein Stück weit die Welt für uns, wenn wir die internationale Küche ausprobieren. Zugleich verbindet uns Essen aber auch mit unserer eigenen Kultur und Tradition, wenn wir an die heimische Küche oder die Rezepte unserer Großmütter denken.


Essen verbindet und macht einen Teil unseres sozialen Lebens aus, sei es beim Familienessen, beim Essen mit Freunden, beim Essengehen oder bei verschiedenen Festen. Und auch darüber hinaus, denn im Internet existieren neben Rezeptsammlungen unzählige Foren zum Thema Essen.
Essen kann Freude und Leidenschaft sein, aber auch heraus- und manchmal überfordernd, wenn man an den Zeitaufwand für Planung, Einkauf und Zubereitung denkt. Eine Herausforderung stellt auch die mediale und soziale Überflutung durch die enorme Vielfalt an Rezepten, Ernährungsweisen, Empfehlungen, Meinungen und Trends dar.
Essen kann Trost und Belohnung, aber auch eine Qual sein. Eine kleinere Qual, wenn Essen einen Teil der Selbstoptimierung ausmacht und zur Orthorexie (übermäßige Beschäftigung mit der Ernährung aufgrund selbst auferlegter Regeln) geführt hat, eine große Qual für alle, die von einer Essstörung betroffen sind.
In diesem Fall dominiert das Essen das komplette Leben der Betroffenen und kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Es kann in diesem Zusammenhang mit Kontrollzwang oder Kontrollverlust verbunden sein, mit Scham und Schuldgefühlen.
Abgesehen von den persönlichen Auswirkungen stellt Essen die Lebensgrundlage vieler Menschen dar, von Erntearbeitern und Landwirten, über die Lebensmittelindustrie und den Transport bis zum Verkauf, aber auch für Köche, Restaurantbetreiber und Ernährungsberater.
Die Lebensmittel haben in der Vergangenheit einen unglaublichen Verarbeitungsprozess von natürlichen Rohstoffen hin zu massiv verarbeiteten, künstlichen Produkten erfahren (Zusätze, Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Nahrungsergänzungsmittel, vegane Produkte).
Essen nimmt also einen ganz großen Teil unseres Lebens und unserer Gesundheit ein. Lebenspflege bedeutet vor diesem Hintergrund, seinen Körper nur mit den allerbesten Nahrungsmitteln zu versorgen und eine Ernährung zu finden, die genau unseren individuellen Bedürfnissen entspricht. Dabei bietet TCM-Ernährung eine gute Unterstützung.


