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TCM-Grundlagen

Die Anamnese in der TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden die Patienten ganzheitlich betrachtet. Psyche und Körper sind untrennbar miteinander verbunden und beeinflussen sich ständig gegenseitig. Zudem steht der Mensch unter dem steten Einfluss seiner Umgebung (Klima, Wohn-, Lebenssituation, soziales Umfeld), was starke, tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Grundsätzlich wird in der TCM nach der Ursache der Erkrankung, die durch die Symptome sichtbar wird, gesucht, um die „Wurzel“ zu behandeln.

Aus diesen Gründen gestaltet sich die Anamnese in der TCM intensiv und umfassend. In der Regel kann man für eine Erstanamese etwa eine Stunde einkalkulieren.

Der anfängliche, allgemeinen Teil der Anamnese bietet den Patienten die Gelegenheit ihre aktuellen Beschwerden ausführlich zu schildern. Der zweite, spezielle Teil ist stärker strukturiert und stellt Fragen nach verschiedenen Gesundheitsaspekten wie Schlaf, Verdauung oder auch dem psychischen Befinden. Gerade in diesem Teil der Anamnese können wichtige Informationen zu den Beschwerden ergänzt werden, die den Patienten selbst gar nicht bewusst sind oder relevant erscheinen.

Die Informationen aus der Anamnese kann die TCM-Ärztin/ der TCM-Arzt nun anhand bestimmter Kriterien einordnen und daraus die chinesische Diagnose erstellen. Zur Überprüfung zieht sie/ er noch die Zungen- und Pulsdiagnostik hinzu.

Auf Grundlage der chinesischen Diagnose wird ein Behandlungsplan erstellt, der mithilfe der verschiedenen Therapieformen der TCM, meist Akupunktur und Arzneimitteltherapie, ggf. Ernährungstherapie, umgesetzt wird.

Akupunktur

Die Akupunktur gehört zu den fünf Behandlungsformen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die TCM-Ärztin/ der TCM-Arzt sticht sehr feine Nadeln an bestimmten Stellen des Körpers in die Haut und kann darüber den Energiefluss im Körper beeinflussen. Auf diese Weise können Blockaden gelöst, Schmerzen beseitigt und „krankmachende Faktoren“ aus dem Körper ausgeleitet werden.

Die Grundlage der Akupunktur stellen die energieführenden Leitbahnen dar, die den gesamten menschlichen Körper durchziehen. Im oberflächlichen Verlauf (knapp unter der Haut) der 12 Haupt-Leitbahnen befinden sich bestimmte Punkte, über die eine Beeinflussung der Leitbahnen möglich ist.

Grundsätzlich kann die Akupunktur bei jeder Erkrankung und sämtlichen Beschwerden Anwendung finden. Besonders gut eignet sie sich bei Infekten, Allergien und Beschwerden des Bewegungsapparates. Bei „tiefer gehenden“ Erkrankungen ist oftmals eine Therapie mit chinesischen Arzneikräutern notwendig, wobei die Akupunktur unterstützend hinzugezogen wird.

Abhängig von den Beschwerden erfolgen meist 6-10 Akupunktursitzungen. Diese finden in einem Abstand von wenigen Tagen bis zu einer Woche statt. Die Akupunktursitzung erfolgt in einer ruhigen, angenehmen Atmosphäre. Viele wichtige Akupunkturpunkte befinden sich an den Händen und Unterarmen sowie den Füßen und Unterschenkeln. Werden auch Punkte an Rücken oder Bauch genadelt, erhalten die Patienten eine wärmende Decke.

Je nach Vorliebe der Patienten kann die Akupunktur im Sitzen oder im Liegen durchgeführt werden. Die TCM-Ärztin/ der TCM-Arzt sticht insgesamt etwa 6-10 Nadeln in die Haut. Die Akupunkturnadeln sind sehr fein. Abhängig von der Körperregion kommen kurze Nadeln (Hände, Füße, Gesicht, Kopf) oder etwas längere Nadeln (Arme, Beine, Rücken, Bauch) zum Einsatz. Die Akupunkturnadeln verbleiben etwa 20 Minuten im Körper. In dieser Zeit können die Patienten entspannen.

Grundsätzlich ist die Akupunktur eine sehr nebenwirkungsarme Methode. Beim Einstich der Nadeln treten leichte Schmerzen auf, gelegentlich kommt es zu einer vorübergehenden Nervenreizung, beim Entfernen der Nadel kann es leicht bluten und kleinere Hämatome geben.

Bei Patienten, die Angst vor Nadeln haben, kann auch ein Akupunktur-Laser zum Einsatz kommen.