Mobile TCM-Praxis Ruby

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Schlagwort: TCM

  • Patienteninterview

    tanrica

    Laura ist 39 Jahre alt und seit 3 Monaten bei mir in Behandlung. In diesem Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der TCM.

    Dr. Ruby:
    Hallo Laura! Vor etwa 3 Monaten hast du bei mir einen Termin vereinbart. Welche Beschwerden haben dich zur TCM geführt?

    Laura:
    In den letzten Jahren haben sich einige Baustellen bei mir aufgetan und Beschwerden, die ich anfangs als eher leichte Befindlichkeitsstörungen eingeordnet und mehr oder weniger ignoriert habe, sind zu einer deutlichen Belastung für mich geworden. Ganz konkret wollte ich etwas gegen meine Schlafstörungen tun.

    Dr. Ruby:
    Hast du denn vorher schon etwas gegen deine Schlafstörungen unternommen?

    Laura:
    Ja, sicher. Erst habe ich Hörbücher und spezielle „Einschlafprogramme“ gehört und autogenes Training gemacht. Manchmal hat das geholfen, manchmal nicht. Dann habe ich ein Schlaftagebuch geführt und entsprechend meine Schlafumgebung und meine Abendroutine angepasst. Damit konnte ich aber auch keinen durchschlagenden Erfolg erzielen. Ich habe auch pflanzliche und leichte, nicht pflanzliche Schlafmittel ausprobiert, doch dabei hatte ich unangenehme Nebenwirkungen. Irgendwann haben sich zusätzlich zu den bekannten Einschlafstörungen auch Durchschlafstörungen entwickelt. Entweder hatte ich das Gefühl, ich sei in einer Ebene zwischen Wachsein und Schlaf gefangen oder ich wachte nachts auf und lag lange wach. Das hat mich so stark in meinem Alltag beeinträchtigt, dass ich noch einmal etwas anderes probieren wollte und auf die TCM gestoßen bin.

    Dr. Ruby:
    Schlaf ist eben ein absolutes Grundbedürfnis. Wenn es hier Probleme gibt, fällt es wirklich schwer, seinen Alltag zu meistern und es leidet vor allem unser Wohlbefinden.

    Nach unserem ausführlichen Erstgespräch und meiner chinesischen Diagnose für deine Schlafstörungen haben wir gemeinsam überlegt, wie der Behandlungsplan für dich aussehen kann. Wie ging es dann weiter mit der TCM-Therapie?

    Laura:
    Erst einmal war ich total überrascht von deinem Verdacht, dass meine „Baustellen“ alle zusammenhängen könnten. Denn ich dachte, Schlafstörungen, Migräne und Menstruationsstörungen seien etwas für die jeweiligen Spezialisten.

    Dr. Ruby:
    Kannst du noch einmal deine weiteren Beschwerden schildern?

    Laura:
    Migräne habe ich seit etwas mehr als 10 Jahren. Ich kann sie medikamentös ganz gut in den Griff bekommen, aber mittlerweile muss ich mich manchmal entscheiden, ob ich lieber einen leichten Migräneanfall ertrage oder die Nebenwirkungen der Medikamente in Kauf nehme, denn die hauen mich für ein paar Stunden richtig um.

    Ziemlich starke Bauchschmerzen zu Beginn der Regelblutung habe ich schon immer, nach meiner Schwangerschaft war meine Blutung in den ersten Jahren sehr gering, was natürlich schön für mich war. Seit einem guten halben Jahr ist sie aber ungewöhnlich stark geworden, was mich schon beeinträchtigt und ich möchte auch nicht immer Schmerzmittel nehmen müssen.

    Wie hing das jetzt alles noch einmal zusammen? Du kannst das sicher besser erklären.

    Dr. Ruby:
    Zuerst haben wir uns ja auf deine Schlafstörungen konzentriert. Da die TCM aber eine ganzheitliche Medizin ist, kamen wir im Rahmen der Anamnese auch auf deine weiteren Beschwerden zu sprechen. Die chinesische Diagnose, die ich für die Schlafstörungen gestellt habe, war identisch mit der Diagnose für deine Migräne und deine Menstruations-beschwerden. Ich vermute, dass du aufgrund der Tatsache, dass du eine Frau bist und jeden Monat Blut verlierst, dass du einen Kaiserschnitt mit größerem Blutverlust hattest und dein Kind sehr viel getrunken hat (in der TCM ist die Muttermilch auch eine Form von „Blut“, sie wird „weißes Blut“ genannt), einen deutlichen „Blut“-Mangel entwickelt hast. Dieser führt zu einem verminderten Blutfluss, was Stagnationen und Schmerzen zur Folge hat. Außerdem benötigen wir ausreichend „Blut“, um gut schlafen zu können. Im Laufe der Zeit hat sich auf Grundlage des „Blut“-Mangels „Hitze“ gebildet, die ursächlich für deine plötzlich starke Regelblutung war.

    Wie haben sich deine Beschwerden denn mit der TCM-Therapie verändert?

    Laura:
    Ich habe das Kräuterpulver (zerriebene chinesische Arzneikräuter in Granulatform, die mit heißem Wasser aufgegossen und getrunken werden) genommen und nach 3 Wochen, als ich meine Menstruation bekam, festgestellt, dass ich am ersten Tag keine Schmerztablette brauchte und die Blutmenge etwas geringer war. Meine Schlafstörungen sind deutlich besser geworden, ich fühle mich wieder fit genug, um den Alltag zu meistern. Die Migräne ist nach wie vor da, aber ich brauche eine geringere Dosierung meiner Medikamente und es wird nicht jedes Mal ein Anfall von 5 Tagen ausgelöst, sondern manchmal reicht eine Tablette aus, um die Attacke abzuwenden.

    Wir haben ja bereits besprochen, dass wir uns jetzt auf die Migräne konzentrieren und vermutlich die Diagnose und dementsprechend auch die Therapie anpassen müssen. Bisher bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung und gespannt, was sich noch tun wird.