Schlaf stellt ein absolutes Grundbedürfnis für uns Menschen dar und nimmt daher auch eine sehr wichtige Rolle in der traditionellen chinesischen Lebenspflege ein. In einem Werk aus dem 4. Jh. v. Chr. heißt es: „(…), aber an allererster Stelle steht der Schlaf. (Shiwen, 4) (Engelhardt, 2010)
Wir Menschen benötigen ausreichend Schlaf, um unsere körperliche und geistige Gesundheit zu bewahren (Baranwal et al., 2023). Eine schlechte Schlafqualität führt zu einer erhöhten Morbidität (Banks & Dinges, 2007) und verschlechtert unsere gesundheitliche und psychische Verfassung. Grund genug, sich eingehend damit zu befassen, wie wir uns einen guten Schlaf ermöglichen können.
Worauf genau es bei einem gesunden Schlafverhalten ankommt, fasste bereits der chinesische Daoist Ge Hong (283-343) zusammen. So sei es schädlich, beim Schlafen und Ruhen den rechten Zeitpunkt zu versäumen, mit vollem Magen zu schlafen, spät aufzustehen, zu viel zu schlafen, unter freiem Himmel zu schlafen und beim Schlafen die Schultern unbedeckt zu lassen. (Baopuzi, Kap. 13) (Engelhardt, 2010)
Das Wichtigste für uns ist nun, was wir aus der traditionellen chinesischen Lebenspflege für unseren modernen Alltag mitnehmen können und dabei auch die Erkenntnisse der aktuellen Wissenschaft mit zu berücksichtigen.
Aus Sicht der TCM bestimmt das Verhältnis von Yin und Yang das Einschlafen und Aufwachen: „Wenn das Yang-Qi erschöpft ist und das Yin-Qi üppig, dann schläft man ein, ist das Yin-Qi erschöpft und das Yang-Qi üppig, so erwacht man.“ (Huangdi neijing Lingshu 28/2) (Engelhardt, 2010)
Um also gut einschlafen zu können, müssen wir darauf achten, unser Yang-Qi (unsere aktive Lebensenergie) am Abend abzusenken. Ähnliche Empfehlungen gehen auch aus der modernen Wissenschaft hervor. So wirken sich ruhige Aktivitäten am Abend wie Baden, Musik hören und Lesen positiv auf unseren Schlaf aus (De Pasquale et al., 2024), unruhige, geistig oder körperlich anstrengende Aktivitäten hingegen sollten vermieden werden (De Pasquale et al., 2024),(Spiegelhalder, 2025).
Neben der Abendgestaltung stellen die Schlafumgebung, Schlafdauer und Schlafenszeiten, die Ernährung und die allgemeine Lebensgestaltung die größten Einflussfaktoren auf unseren Schlaf dar.
In meinem Mini-E-Book „Lebenspflege: Schlaf“ habe ich kompakt, übersichtlich und praxisorientiert zusammengestellt,
- welche Bedeutung Schlaf in der traditionell chinesischen Lebenspflege hatte,
- was wir davon in unseren heutigen Alltag mitnehmen können,
- welche Faktoren aus wissenschaftlicher Sicht unseren Schlaf beeinflussen,
- was wir konkret und Schritt für Schritt tun können, um unseren Schlaf zu verbessern.
Darüber hinaus gibt es eine Checkliste, um für sich selbst die Faktoren zu überprüfen, die den Schlaf beeinflussen, und ein Einschlafritual aus dem Qigong.
Das Mini-E-Book ist in meinem Shop erhältlich:
In Zukunft werde ich dort auch weitere E-Books zu Themen der Lebenspflege, TCM und Ernährung anbieten.

Quellen:
Banks, S., & Dinges, D. F. (2007). Behavioral and Physiological Consequences of Sleep Restriction. Journal of Clinical Sleep Medicine, 3(5), 519–528.
Baranwal, N., Yu, P. K., & Siegel, N. S. (2023). Sleep physiology, pathophysiology, and sleep hygiene. Progress in Cardiovascular Diseases, 77, 59–69.
De Pasquale, C., El Kazzi, M., Sutherland, K., Shriane, A. E., Vincent, G. E., Cistulli, P. A., & Bin, Y. S. (2024). Sleep hygiene – What do we mean? A bibliographic review. In Sleep Medicine Reviews (Vol. 75, p. 101930). W.B. Saunders Ltd.
Engelhardt, U. (2010). Schlaf und Traum in der chinesischen Lebenspflege. Chin Med, (25), 223–237.
Spiegelhalder, K. (2025). Leitlinie “Insomnie bei Erwachsenen.”











