Die TCM-Ernährungslehre kann präventiv und kurativ zum Einsatz kommen. Menschen, die sich Gesundheit und Wohlbefinden wünschen und ihren Körper bestmöglich auf die Anforderungen des täglichen Lebens oder auch besondere Herausforderungen vorbereiten wollen, profitieren genauso von einer individuellen, maßgeschneiderten Ernährung wie Menschen, die sich in einer Lebensphase mit besonderen Bedürfnissen (z. B. zunehmendes Lebensalter, Wechseljahre) befinden oder Menschen, die ihren Körper wieder ins Gleichgewicht bringen wollen, bevor sich manifeste Erkrankungen entwickeln.
Auch wenn bereits Beschwerden oder Erkrankungen bestehen, bieten Ernährungsempfehlungen im Sinne der TCM eine wunderbare sanfte und nachhaltige Möglichkeit, um den Körper im Heilungsprozess zu unterstützen. Dies können Befindlichkeitsstörungen wie allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit, Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, eine reduzierte Leistungsfähigkeit und Energielosigkeit sowie eine ungewollte Gewichtszunahme sein.



Darüber hinaus bietet sich eine TCM-Ernährungstherapie bei Beschwerden und Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (s. u.) und Essstörungen an.
- Völle-, Schweregefühl, Gedunsenheit
- Bauchkrämpfe, -schmerzen
- Übelkeit, Erbrechen
- starke Blähungen
- Verstopfung
- Durchfälle
- Aufstoßen
- Sodbrennen
- Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten & Allergien
- Zöliakie
- Übergewicht, metabolisches Syndrom
- Reizdarmsyndrom
Bei psychosomatischen Beschwerden kann eine TCM-Ernährungsberatung helfen, um aus dem Teufelskreis zwischen der Belastung durch die Beschwerden, die sich organisch nicht festhalten lassen, und der psychischen Beeinträchtigung herauszukommen. Bei chronischen Erkrankungen wie Krebserkrankungen oder Autoimmunerkrankungen lässt sich die ausgezehrte „Mitte“ sehr gut stützen und wieder aufbauen.
Warum kann die TCM-Ernährung so gut und umfangreich helfen?
Im Zentrum unseres Körpers steht die „Mitte“ als Hauptverantwortliche für unsere Klärung und Versorgung (s. auch Beitrag „Was genau ist eigentlich die „Mitte“?). Eine individuell angepasste Ernährung gibt uns daher die Möglichkeit, unmittelbar und dauerhaft (mehrere Mahlzeiten jeden Tag) auf die „Mitte“ einzuwirken. Eine starke „Mitte“ ist widerstandsfähig und verkraftet die alltäglichen oder manchmal besonders anstrengenden Herausforderungen besser, sie kann zudem alle anderen Funktionskreise ausreichend versorgen. Sehr viele Beschwerden und Erkrankungen haben mit der „Mitte“ zu tun, sodass in diesen Fällen über die Ernährung direkt am Entstehungsort eingegriffen und gegengesteuert werden kann.
Aber nicht nur die „Mitte“ kann über die passende Ernährung gestützt und reguliert werden, sondern auch jeder einzelne Funktionskreis mit seinen spezifischen Bedürfnissen und Störungen.
Das Schöne an der Ernährungstherapie ist, dass kleine Veränderungen oft schon sehr viel Positives bewirken.


