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TCM-Ernährung

Das Frühstück

Fotos eines Getreidebreis mit Bananen: Ernährungsberatung gemäß der TCM
congerdesign. Pixabay

Das Frühstück ist eine enorm wichtige Mahlzeit für uns. Es ist die erste Energiezufuhr des Tages und hat einen großen Einfluss darauf, wie wir in den Tag starten.

Im Lauf der Nacht senkt und beruhigt sich unser Yang (unsere „aktive“ Lebensenergie), unser Yin (Stoffliches) sammelt und verdichtet sich. Dies zeigt sich morgens durch Müdigkeit, leichte Schwellungen im Gesicht und an den Augenlidern sowie einem vermehrten Zungenbelag. Um dem entgegen zu wirken, muss unser Yang dynamisiert und bewegt werden. Abgesehen von einem geeigneten Frühstück, kann uns dabei körperliche Bewegung unterstützen.

So sieht ein Frühstück nach den Empfehlungen der TCM aus

Morgens benötigen wir eine warme, „bewegende“ Mahlzeit, die unsere „Mitte“ wenig belastet und unseren Energiebedarf ausreichend deckt. Am besten eignen sich hierfür warme Getreidebreie, nach Geschmack mit Nüssen, Samen und Obst oder auch etwas Honig verfeinert. Nehmen wir kalte, schwere Nahrungsmittel wie kaltes Müsli, kalte Säfte oder Smoothies zu uns, belastet dies das Qi der „Mitte“ und behindert das Yang in seiner dynamischen Entfaltung.

Getreidebrei

Für die Zubereitung des Getreidebreis wird Getreide in gemahlener Form oder als Flocken mit warmer Flüssigkeit aufgegossen.

GetreideFlüssigkeitNüsse, SamenObst
Haferflocken
Hirse
heißes Wasser
warme Milch
warme Milch-alternative
Walnüsse
Haselnüsse
Mandeln
Sonnen-blumenkerne
Äpfel
Birnen
Beeren
Foto von Milch in verschiedenen Gefäßen: Frühstück gemäß TCM-Ernährungsberatung
Daria Yakovleva. Pixabay
Foto einer Walnuss: Frühstück gemäß TCM-Ernährungsberatung
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Foto von frischem Obst: Frühstück gemäß TCM-Ernährungsberatung
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Getränke

Empfehlenswerte Getränke zum Frühstück sind nicht zu starke Tees, schwarzer Tee zum Beispiel beseitigt Feuchtigkeit und dynamisiert das Yang. Auf Kaffee sollte bei chinesischen Diagnosen wie „Hitze“ und „hochschlagendes Leber-Yang“ verzichtet werden, da ansonsten die entsprechende Symptome verstärkt werden.

Foto eines Glases Tee: Frühstück gemäß TCM-Ernährungsberatung
Myriams-Fotos. Pixabay

Aber …

Ich habe morgens wenig Zeit, da kann ich mir nicht noch einen Brei kochen.

Auf den ersten Blick mag es aufwändig erscheinen, einen Getreidebrei zuzubereiten, in der Praxis ist es das aber nicht. Die Zutaten können bereits am Vorabend vorbereitet und morgens mit der warmen Flüssigkeit aufgegossen werden. Zur schnellen Zubereitung eignen sich eine Mikrowelle, ein Wasserkocher oder ein Milchaufschäumer. Für das eigene Wohlbefinden lohnt es sich vielleicht auch, etwas früher aufzustehen.

Kann ich auch fertige „Porridge-Mischungen“ verwenden?

Fertige Mischungen sind immer vorverarbeitet und ändern sich somit in ihrer Wirkung. Sie enthalten oft Zucker und Zusatzstoffe, die wieder unerwünschte Wirkungen auf unseren Stoffwechsel haben. Und sie sind teurer als unsere, ganz nach eigener Vorliebe zusammengestellte Mischung.

Ich kriege morgens gar nichts runter.

Wie wäre es, mit ganz kleinen Portionen anzufangen und gut zu beobachten, ob diese Art des Frühstücks guttut?

Brei zum Frühstück ist etwas für Zahnlose.

Getreidebrei mag sicherlich für viele Menschen ungewohnt sein. Eine Testphase kann vielleicht doch überzeugen, wenn sich nach dem Frühstück ein Wohlbefinden im Bauch ausbreitet, wenn man merkt, dass man energiegeladen in den Vormittag starten kann und lange satt bleibt.

Ich kann auf mein gewohntes Frühstück nicht verzichten.

Eine Umstellung des Frühstücks kann langsam und schrittweise erfolgen. Ein Getreidebrei kann nur an einzelnen Tagen zubereitet oder in einer kleinen Portion vor dem gewohnten Frühstück verzehrt werden.

Bei uns gehört der Orangensaft anscheinend zu einem guten Frühstück dazu. Vielleicht kann man ihn bei Zimmertemperatur und nicht direkt aus dem Kühlschrank trinken oder zum Schluss der Mahlzeit, wenn die „Mitte“ schon gewärmt und dynamisiert ist. Interessant ist es auch, einmal darauf zu achten, wie sich der kalte Saft im Bauch anfühlt.